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Probandeninfos Globale Geschichte der Heilkunst: I

19 November 2025

Es ist unmöglich, die moderne klinische Forschung zu verstehen, ohne zu wissen, wo sie begann.
Selbst die Art und Weise, wie wir heute Teilnehmende screenen, Symptome dokumentieren und strenge Protokolle befolgen, geht auf Methoden zurück, die sich über Generationen medizinischer Praxis entwickelt haben. Dieser Artikel eröffnet unsere Serie über die Entwicklung der wissenschaftlichen Medizin – von ihren Ursprüngen bis zu den Grundlagen der modernen klinischen Forschung.

Den Körper beobachten: Hippokrates und Galen
Hippokrates aus dem antiken Griechenland (460–370 v. Chr.), oft als „Vater der Medizin“ bezeichnet, vertrat die Ansicht, dass Krankheiten natürliche, nicht magische Ursachen haben. Ärztinnen und Ärzte sollten beobachten, beschreiben und vergleichen, was sie sehen. Muster in Symptomen, Lebensstil und Umwelt bildeten die Grundlage früher Diagnosen.
Diese systematische Beobachtung prägt bis heute jeden Screening-Termin bei Probandeninfo: Wir beginnen damit, zuzuhören, Fragen zu stellen und sorgfältig zu dokumentieren, was uns Teilnehmende berichten.
Jahrhunderte später erweiterte Galen von Pergamon (129–216 n. Chr.) diesen Ansatz im Römischen Reich. Er öffnete Tierkörper (Affen, Schweine, Ziegen), um ihren inneren Aufbau zu studieren – ein Prozess, den wir heute als Sektion bezeichnen – und ging davon aus, dass viele dieser Erkenntnisse auf den menschlichen Körper übertragbar seien.
Seine umfangreichen Schriften verbanden griechisches Wissen mit Experimenten.
Sein Modell der vier Säfte (Blut, Schleim, gelbe Galle, schwarze Galle) war zwar ungenau, bot aber einen logischen, prüfbaren Rahmen, um Gesundheit und Krankheit zu verstehen – indem Symptome mit zugrunde liegenden Ursachen verknüpft wurden. Über 1.500 Jahre lang lernten europäische Ärzte auf Grundlage dieser Lehren.

Das Mittelalter: Universitäten und medizinische Schulen
Nach dem Untergang Roms blieb medizinisches Wissen in Klöstern erhalten.
Im Hochmittelalter (11.–13. Jahrhundert) gelangte dieses Wissen an die ersten europäischen Universitäten – darunter Salerno, Paris und Bologna. Dort übersetzten Gelehrte griechische und arabische Texte und lehrten Anatomie, Physiologie und Therapie.
Im 13. Jahrhundert bildeten medizinische Fakultäten Studierende sowohl anhand von Büchern als auch am Krankenbett aus. Krankheiten wurden zunehmend als natürliche Phänomene verstanden.

In den deutschsprachigen Regionen übernahmen neu gegründete Universitäten ab dem 14. Jahrhundert diese Traditionen und schufen die Grundlage für die später so einflussreichen deutschen Forschungskliniken.
Diese akademische Kultur – feste Lehrpläne, Prüfungen, öffentliche Debatten – legte die Basis für wissenschaftliche Standards und Verfahren, die bis heute gelten. Sie prägte das strukturierte, gut dokumentierte Vorgehen, das moderne klinische Studien auszeichnet.
Frühe Anatomie und die ersten menschlichen Sektionen
Über Jahrhunderte stützten sich Ärzte fast ausschließlich auf Bücher. Menschliche Sektionen waren selten – bis Mondino de’ Liuzzi 1315 an der Universität Bologna eine der ersten offiziell genehmigten Sektionen seit der Antike durchführte.
Er sezierte den Körper eines verurteilten Straftäters vor Studierenden und Kollegen. Sein Werk Anathomia zeigte etwas Neues: Es führte die direkte Untersuchung des Körpers wieder ein – statt sich ausschließlich auf antike Texte zu verlassen.
Die deutschsprachigen Universitäten, die später die Modelle von Bologna und Paris aufgriffen, wurden zu wichtigen Zentren der medizinischen Wissenschaft. Ihr Fokus auf Beobachtung und wissenschaftliche Struktur beeinflusst bis heute die sichere, kontrollierte Forschung, die wir durchführen.

Wie es weitergeht
Dies war Teil 1 unserer Serie über die Entwicklung der wissenschaftlichen Medizin.
Im nächsten Teil widmen wir uns der wissenschaftlichen Revolution, dem Aufstieg des Labors und den ersten Regeln dafür, wie man beweist, dass eine Behandlung wirkt.

Wenn Sie sehen möchten, wie diese Ideen die moderne Forschung prägen, können Sie unsere aktuellen Studien entdecken und Ihr Interesse bekunden. Die Teilnahme ist immer freiwillig und basiert auf umfassender Aufklärung.
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History of healing
Dmitrii
Verfasst von
Dmitrii Klochkov